Der amerikanische Golden Retriever

Amerikanischer Golden vs. Englischer Golden

Der American Golden Retriever ist keine eigenständige Rasse, sondern einfach eine von drei Linien des Golden Retriever.

Die meisten Golden Retriever hier in Europa gehören zur englischen Showlinie. Diese sind die oftmals helleren, kräftigen Golden Retriever. Sie sind deutlich schwerer und massiver gebaut als die amerikanische Linie oder die Arbeitslinie.
Sie werden nach dem Rassestandard des FCI gezüchtet, mit dem Ziel einen besonders schönen und familientauglichen Hund zu züchten. 

Die englische Arbeitslinie (auch Field Trial genannt) wird ebenfalls nach dem Rassestandard des FCI gezüchtet, allerdings wird bei dieser Linie das Hauptaugenmerk mehr auf die jagdliche Leistung und die Leichtführigkeit des Hundes gelegt. Sie sind oft viel sportlicher gebaut und haben in der Regel ein etwas dunkleres Fell. 

Die amerikanische Linie kommt, wie der Name schon sagt, aus Amerika. Dort werden die Hunde nicht nach dem FCI Standard, sondern nach dem AKC Rassestandard gezüchtet. So ist der Ohrenansatz bei den American Golden Retriever etwas tiefer, als beim englischen Golden Retriever. Die Augen sind etwas mandelförmiger und das Fell ist dichter und glatt. Während der American Golden Retriever zwar in etwa genauso groß ist, wie die englische Showlinie, ist er jedoch deutlich leichter. 

Anders als in Europa gibt es in Amerika nicht diese starke Spezialisierung in Arbeits- und Showlinie, was den American Golden Retriever zu einem schönen Mittelspieler macht. 
Mit seinem sanften Ausdruck und üppigen Fell ist er ein echter Hingucker und im Ring keineswegs fehl am Platz. Der American Golden Retriever hat etwas mehr Temperament und ist etwas lauffreudiger als seine europäischen Verwandten. Trotzdem hat er die gleiche Leichtführigkeit und viel Will-to-Please wie alle anderen Golden Retriever auch. Er ist schnell für alles mögliche zu begeistern, sei es vom einfachen Spazierengehen, über den ein oder anderen Stadtbummel bis hin zur Retrieverarbeit. 
Und wie für alle Golden Retriever gilt natürlich auch für die Amerikanische Linie: Seine Menschen sind das Größte und Wichtigste für ihn. Hauptsache er kann seine Zeit mit seinem Menschen oder seiner Familie verbringen, dann ist er glücklich.







Unsere Erfahrung dazu:

Unsere beiden Engländer Ilvy & Bärbel (linkes Bild) waren auch in jungen Jahren nicht ganz so arbeitsfreudig wie Chevy & Miles, kann allerdings auch an uns gelegen sein, da wir damals die Hunde noch nicht so intensiv gefördert haben wie wir das heute mit unseren Amerikanern tun. Tatsache ist, dass ein Goldie einfach ein Goldie bleibt: verschmust, liebreizend, friedlich, absolut kinderfreundlich, begeistert. Wir sehen heute natürlich die große Freude unserer Amerikaner an der Retrieverarbeit, aber auch den Unterschied zwischen Hündinnen und Rüden. Während Miles mit seinen

2 1/2 Jahren immer noch oft im Welpenmodus ist, war Chevy bereits mit 9 Monaten bereit Prüfungen zu absolvieren und hat dies grandios gemeistert. Miles hingegen ist noch sehr sprunghaft in seiner Dummy-Arbeit, aber viel genauer und leichter in die richtige Richtung zu lenken.

Begeistert hat uns allerdings die Fellfarbe der Amerikaner, wobei man sich von der Welpenfarbe nicht täuschen lassen darf. Miles hat ganz stark nachgedunkelt und auch Chevy hat im Vergleich zu ihren Welpenfotos eine viel dunklere Fellbarbe bekommen. Alles in allem sind beide Goldie-Arten ganz tolle Hunde und wir können uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.